Logo mit Schriftzug

Nur mal so…

Heute ist Montag

der 21. Mai 2018

und es ist 16:34 Uhr

Der 02.02.2000 ist ein Datum, dass nur gerade Ziffern enthält. Wann war das das letzte Mal davor so?

Abbys Pflegekinder

Unter "Pflegekinder" zähle ich alle Lebewesen, die bei mir einziehen und von mir gepflegt und beschäftigt werden.

Als Tierpflegerin durfte ich schon öfter Tierkindern, die ihre Eltern verloren haben, beim Start ins Leben helfen. Zudem beherberge ich auch erwachsene Tiere, die aus anderen Gründen eine intensivere Betreuung benötigen.

Leider hatte ich lange Zeit keine und dann nur eine schlechte Handy Kamera, deshalb sind hier zum einen längst nicht alle meiner Pflegekinder aufgezählt und zum anderen manche Bilder nicht so wirklich schön.

Speziell bei Vögeln ist es nicht immer möglich (oder zumindest nicht so leicht wie bei Hund und Katz) das Geschlecht ohne Abwarten der Geschlechtsreife oder tierärztliche Blutuntersuchung zu bestimmen. Ich finde es aber fies über meine Pflegekinder als "es" zu schreiben und deswegen haben hier alle Tiere einen geschlechtsspezifischen Namen.

Direkt zur Tierart:

Säugetiere
Haushund
Hauskatze
Feldhase
Vögel
Mehlschwalbe
Stockente
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Fleischfresser (Carnivora)
Familie: Hunde (Canidae)
Gattung: Wolfs- und Schakalartige (Canis)
Art: Wölfe (Canis lupus)
Unterart: Haushund (Canis lupus familiaris)

Felix

Felix
Bei Ankunft:
Ca. 6 Jahre alt - Verhaltensauffällig
Grund des Aufenthaltes:
Verhaltensanalyse
Geschlecht:
Männlich (kastriert)
Rasse:
Border Colli - Rottweiler - Mix
Bei Abreise:
An sehr erfahrene Hundehalter wäre er vermittelbar gewesen

Felix Geschichte

Felix gehörte zu den schwierigeren Kandidaten im Tierheim, da er dazu neigte, mit der aktiven Nutzung seiner Zähne zu reagieren.

Bei mir zu Hause konnte ich ihn Baden, alles stehen und liegen lassen (auch Lebensmittel) und auch die Katzen, Frettchen und später auch Ruby hatten nichts zu befürchten.

Das Anleinen hingegen war immer ein gefährlicher Moment und sollte dann für den Tierarzt noch der Maulkorb her, half auch kein Leckerchen mehr. Dennoch war er kein aggressiver Hund, er hatte es nur bisher nicht besser gelernt.

Nach etwa sieben Monaten ergab sich dann die Chance ihn in ein Tierheim zu geben, das bis dato mehr Erfolg beim Vermitteln schwieriger Hunde hatte. Nach etwa einem weiteren Jahr kam dann aber die traurige Nachricht, dass die dortigen Tierärzte beschlossen hatten, ihn zu erlösen.

Rest in peace, Darling.

Felix Galerie

Eli

Eli
Bei Ankunft:
Fundhund
Grund des Aufenthaltes:
Kennenlernen
Geschlecht:
Männlich (kastriert)
Rasse:
Mischling
Bei Abreise:
Vermittelt

Elis Geschichte

Eli kam etwas ungestüm und etwas sehr potent zu uns ins Tierheim. Deshalb war auch einer seiner ersten Termine sein Kastrationstermin.

Lange hatte ich damals mit mir gerungen, ob Eli nicht gut zu mir und Ruby passen würde. Wir haben ihn auch an freien Tagen besucht und Ausflüge gemacht. Doch dann kam ein Paar, dass gut zu ihm passte und so wurde er dann vermittelt.

Elis Galerie

Danny

Danny
Bei Ankunft:
Welpe, auf ein zu Hause wartend
Grund des Aufenthaltes:
Sollte nicht alleine in der Box sitzen
Geschlecht:
Männlich
Rasse:
Labrador - Mix
Bei Abreise:
In ein neues zu Hause abgegeben

Dannys Geschichte

Danny kam damals mit seinen Geschwistern zu uns ins Tierheim und blieb dann als letztes ohne neues zu Hause. Ruby und ich bekamen Mitleid und beschlossen ihn über Nacht und außerhalb der Öffnungszeiten, mit nach Hause zu nehmen (insofern wir frei hatten).

Ja und wie sich das für Welpen gehört, hatte Danny einiges an Blödsinn im Kopf. So hat er z.B. einen unbeobachteten Moment genutzt, um mein gerade neu erworbenes PC-Headset zu zerstören.

Doch wir hatten auch jede Menge Spaß zusammen. So oft wie möglich sind wir raus und haben die Welt erkundet.

Letztlich gab es zum Glück auch für Danny ein passendes neues zu Hause.

Dannys Galerie

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Fleischfresser (Carnivora)
Familie: Katzen (Felidae)
Gattung: Felis
Art: Wildkatze (Felis silvestris)
Unterart: Hauskatze (Felis silvestris catus)

Sammy und Susi

Sammy Susi
Bei Ankunft:
Babykatzen
Grund des Aufenthaltes:
Aufzucht
Geschlecht:
Weiblich (beide)
Rasse:
Europäisch kurzhaar
Bei Abreise:
Direkte Abgabe in ein neues zu Hause

Sammy und Susis Geschichte

Ich hätte damals schon Buch führen sollen, doch so erinner ich mich leider nicht mehr an deren genaues Ankunftsalter.

Ich erinner mich allerdings noch genau daran, wie viel Spaß Ruby und ich bei der Aufzucht der beiden hatten.

So hatten die beiden zu beginn noch die Möglichkeit auch auf einem meiner Sofas eine Toilette aufzusuchen, doch Ruby fand es sehr gemütlich dort und versperrte einfach den Weg (siehe Galerie).

Dennoch war ich sehr froh darüber, die beiden direkt von meiner Obhut in ihr neues zu Hause geben zu können. In diesem Fall hatte sich einer der Tierarzthelferinnen unseres Tierheimtierarztes verliebt und somit konnte ich mir auch sicher sein, dass sie ein gesundes Leben führen werden.

Ja, auch Tierpfleger und andere Menschen, die mit Tieren arbeiten, sind nicht sicher vor dem niedlichen Anblick von Babytieren Zwinkernder Smiley

Sammy und Susis Galerie

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Hasen (Leporidae)
Gattung: Echte Hasen (Lepus)
Art: Feldhase (Lepus europaeus)

Hasi

Hasi
Bei Ankunft:
Wenige Wochen jung
Grund des Aufenthaltes:
Aufzucht
Geschlecht:
Nicht geprüft worden
Bei Abreise:
Ins Tierheim zur weiteren Pflege

Hasis Geschichte

Hasi wurde von aufmerksamen Passanten gefunden und ins Tierheim gebracht. Auch wenn Feldhasen ihre Jungen meist nur ein bis zwei Mal am Tag säugen, so kam Hasi zur Aufzucht mit zu mir nach Hause. So konnte Hasi kleinere Mahlzeiten auf den Tag verteilt zu sich nehmen.

Weil Hasi wieder ausgewildert werden sollte, versuchte ich den Kontakt möglichst gering zu halten und ersparte mir auch die Vergabe eines richtigen Namens. Da Ruby oft beim Füttern neben mir lag, kam es dann aber doch dazu, dass Hasi mir vom Schoß hüpfte und bei Ruby Schutz suchte (siehe Galerie).

Als Hasi dann immer einfacher gefüttert werden konnte und auch schon selbstständig an angebotenem Futter knabberte, beschlossen wir sie im Tierheim weiter zu versorgen (u.a. sollte Hasi damit auch der tägliche Transport erspart werden).

Doch aus ungeklärter Ursache verstarb Hasi dort nach einigen Tagen. Das war kein schöner Moment, doch in meiner Erinnerung lebt Hasi für immer weiter.

Hasis Galerie

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Schwalben (Hirundinidae)
Gattung: Delichon
Art: Mehlschwalbe (Delichon urbicum)

Schwalbi

Schwalbi
Bei Ankunft:
Ca. ein/zwei Wochen alt
Grund des Aufenthaltes:
Aufzucht
Geschlecht:
Unbekannt
Bei Abreise:
Abgabe in Vogelstation

Schwalbis Geschichte

Schwalbi kam zu mir, nachdem er schon einige Tage in der liebevollen Aufzucht meiner Arbeitskollegin verbrachte. Diese beschloss ihren anstehenden Urlaub auch zu nutzen und übergab ihn in meine Obhut.

Wenn ich mich recht entsinne, war Schwalbi der erste Vogel, den ich zur Aufzucht bekam. Natürlich habe ich mir alle nötigen Informationen zusammengesucht, um Schwalbi artgerecht zu versorgen.

Irgendwann konnte Schwalbi dann auch Fliegen und so kam es des Öfteren vor, dass der ein oder andere "Klecks" an der Wand und auf dem Boden landete, doch Übung musste nun mal sein.

Als Schwalbi dann so weit war, dass er eigentlich ausgewildert werden könnte, übergaben wir ihn an eine Vogelstation, die große Freivolieren hat. So konnte Schwalbi sich langsam an die Welt gewöhnen, bevor er darin zurechtkommen muss.

Schwalbis Galerie

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Eigentliche Enten (Anas)
Art: Stockente (Anas platyrhynchos)

Krümelchen

Krümelchen
Bei Ankunft:
Ein bis zwei Wochen alt
Grund des Aufenthaltes:
Aufzucht
Geschlecht:
unbekannt
Bei Abreise:
Ausgewildert

Krümelchens Geschichte

Eines Tages hatten Passanten beobachtet, dass zwei Küken alleine umherschwammen, zudem hatten sie eine tote Ente gefunden und beschlossen den Tierschutz einzuschalten.

Vor Ort haben wir die Küken lange beobachtet, die tote Ente gesehen und beschlossen einzugreifen. Nach einer heiteren Einfangaktion saßen die beiden Küken unversehrt in unserer Transportbox.

Zu meinem Glück waren die beiden Küken gesund und munter und konnten somit auch selbstständig fressen. Ab jetzt hieß es: alle paar Stunden das Wassergefäß neu befüllen, alles vom Kot befreien und frisches Futter bereiten.

Natürlich mussten die beiden auch zum Gesundheitscheck zum Tierarzt und so bekamen sie noch Korvimin als Ergänzung zur abwechslungsreichen und artgerechten Ernährung mit.

Eines der beiden Küken, Tröpfchen nannte ich es, hatte allerdings nicht so richtig Glück. Das Gehege der beiden musste draußen im Garten aufgestellt werden (Ich wohnte damals einige Monate beim Arbeitskollegen) und ich dachte alles wäre sicher, doch offenbar hatte ich mich getäuscht. Tröpfchen muss mit aller Gewalt seinen Kopf durch das enge Gitter an der Tür gesteckt haben und kam dann nicht mehr heraus. Ungünstigerweise hat irgendwas das Küken gefunden und den Kopf mitgenommen. So gemein!

Doch aus Fehlern lernt man und so wurde ein weiteres Gitter versetzt und mit Abstand davor genagelt. Das Gehege hatte nur vorne und auch nur an der Tür bis zum Boden Gitter, somit war das schnell erledigt und ich wünschte mir, ich hätte das direkt so gemacht.

Krümelchen entwickelte sich dafür prächtig. Dank des Gartenplatzes musste ich nur die Gehegetür öffnen und Ruby vors Gartentor setzen, schon hatte sie eine Wiese für sich und ich konnte in ruhe alles Putzen.

Mit der Zeit mussten die Behälter zum Schwimmen immer größer werden und Krümelchen begann mit den ersten Flugversuchen.

Als Krümelchen dann immer erfolgreichere Kurzflüge absolvierte und sich auch ansonsten ausreichend entwickelt hatte, fuhren wir sie zurück an ihren Geburtsort zu den anderen Enten. Erst traute sie sich nicht so recht aus der Box heraus, doch als sie dann davor stand und sich kurz umgesehen hatte, flog sie zielgerichtet zu den anderen Enten und machte sich bekannt.

Noch einige Minuten schafften wir es Krümelchen im Blick zu behalten, doch dann mussten wir zwinkern und schon sahen irgendwie fast alle aus wie Krümelchen.

Krümelchens Galerie

Cheech und Chong

Cheech und Chong
Bei Ankunft:
Vier bis sechs Wochen alt
Grund des Aufenthaltes:
Aufzucht
Geschlecht:
unbekannt
Bei Abreise:
"Ausgewildert"

Cheech und Chongs Geschichte

Cheech und Chong wurden damals von Passanten gefunden und auch gefangen. Das Tierheim hat mich dann angerufen, um einen Platz für die beiden zu finden, da das Tierheim in Recklinghausen eigentlich gar nicht für Wildtiere zuständig ist und diese somit nur annimmt, wenn direkt ein Pflegeplatz gefunden ist.

Zu der Zeit war ich arbeitslos und hatte somit alle Zeit der Welt für die beiden. Das Tierheim war noch so nett und hat mir einen Sack Kükenstarter besorgt. So konnte die Aufzucht beginnen.

Aus dem Gröbsten waren Cheech und Chong schon raus und so musste direkt mein halbes Schlafzimmer umgebaut werden. Als Grundlage diente ein sehr großes Handtuch und jede Menge PVC, welches ich von den Wänden bis über die Fläche des Handtuchs und noch weiter befestigte. Jetzt konnten sie problemlos rumplanschen und Dreck machen. Zur Abwechslung folgte dann regelmäßig der Entenmarsch in die Dusche, wo etwas mehr Wasserfläche zur Verfügung gestellt werden konnte.

Meinem neuen Nachbarn gehörte der Garten hinter dem Haus und hieß schon mich und Ruby dort herzlich willkommen. Zu meinem Glück ist er allgemein sehr tierfreundlich und erlaubte mir für die Enten ein Gehege im Garten zu errichten und sie dort auch laufen zu lassen.

An den täglichen Transport hatten sie sich schnell gewöhnt und genossen die frische Luft, Sonne und auch mal einen Regenschauer. Zudem konnte ich ein Maurerfass in den Boden einlassen, um tieferes Wasser zum Schwimmen bereitzustellen.

40 Tage nachdem Cheech und Chong bei mir eingezogen waren, beschlossen die Beiden dann, dass sie die Welt erkunden möchten. Wie jeden Tag hatte ich sie in den Garten gebracht und mich zu den anderen Gartengästen in die Hütte gesetzt. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Enten, man muss allerdings auch hinsehen.

Allerdings war die Situation absehbar. Es wurde immer schwieriger sie zum Abend in die Transportbox zu leiten, da sie einfach darüber hinweg flogen. Ich hatte mich auch schon für das kommende Wochenende mit einem Autofahrer verabredet, um die beiden gezielt auszuwildern. Zu spät.

Ich kann nur vermuten, dass sie entflogen sind. Direkt nach Bemerken ihrer Abwesenheit wurde die gesamte Gegend mit mehreren Leuten lange abgesucht, doch keine Spur gefunden. So hatte ich mir das nicht vorgestellt für die beiden, denn nun sind sie sicherlich zwei von den Stadtenten, die von Brot und anderen Lebensmittelresten leben und irgendwann, an einer grauenvollen Krankheit infolge dieser Ernährung, sterben.

Cheech und Chongs Galerie