Logo mit Schriftzug

Nur mal so…

Heute ist Montag

der 24. September 2018

und es ist 09:19 Uhr

Wie viele Microsoft Programmierer braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Keinen, Dunkelheit wird zum neuen Standard erklärt.

Abbys Hektoria

Liebevoll auch Hekki genannt, doch bis sie diesen Namen erhalten sollte, dauerte es etwas und das lag nicht an mangelnder Einfallslosigkeit.

Mitte Juli 2010 meldete sich bei mir das Tierheim: "Ein kleiner Gerbil wurden gefunden. Augen noch geschlossen. Kannst du ihn aufziehen?"

Natürlich zog der kleine Gerbil umgehend bei mir ein.

Wirklich ein Gerbil?

Inzwischen hatte er auch einen Namen bekommen, Hektor. Doch irgendwas stimmte nicht. Hektor entwickelte sich prächtig, doch sein Schwanz… der blieb nackt.
Ich hatte zuvor noch keinen Gerbilnachwuchs gesehen und wusste nicht genau ab wann Gebils so aussehen, wie sie aussehen.

Nach reiflicher Überlegung und Nachforschung wurde mir dann klar: Die Finder mussten eine Wildrattenmama beim Umzug gestört und diese dann vor Schreck ein Junges verloren haben. Also ist Hektor eine Wild- bzw. Wanderratte.

Also weiter mit Ratte Hektor

Mit Ratten hatte ich zwar schon reichlich Erfahrung, doch es lag auch schon ein Weilchen zurück.

Nicht, dass sich sehr viel geändert hätte. Ich wusste jetzt einfach, worauf ich achten muss, wenn die Aufzuchtmilch allmählich mit richtigem Futter ergänzt wird, welche Gesellschaft ich für ihn auftreiben muss und welche Haltungsbedingungen er bevorzugt…

Hier eine kleine, hoffentlich amüsante, Fotoreihe:

Gesellschaft für Hektor

Nach Absprache mit dem Tierheim zog dann nach einigen Wochen Hannibal bei Hektor ein. Ratten sind hoch soziale Wesen und Hektor war schon sehr aktiv, da musste dringend Gesellschaft her. Den Kontakt zu anderen Wildrattenhaltern suchte ich vergeblich - was auch kein Wunder ist, da Wildratten generell nicht als Haustiere gehalten werden sollten (!) - so konnte nur eine Farbratte als Gesellschaft gewählt werden.

Hannibal war zudem die jüngste Ratte, die derzeit im Tierheim verfügbar war. Trotzdem war er immer noch einige Wochen älter als Hektor.

Hannibal konnte sich einige Stunden einleben, bevor Hektor auf die Idee kam ins zweite Terrarium zu schlüpfen und zu gucken, wer da plötzlich sitzt.

Wo bleibt Hektors Hoden?

Als Hektor etwa sechs Wochen alt war, fragte Musi mich: "Sag mal Abby, bist du dir eigentlich sicher, dass Hektor ein Männchen ist?" "Ja klar!", pfefferte ich zurück. Doch meine Augenbrauen verzogen sich und der Blick wanderte zu Hektor. "Aber ich kann ja noch mal gucken", dachte ich mir.

Und nach längerer Betrachtung stellte ich fest: Tatsache, kein Hoden, nicht mal ein Ansatz… "Oh je, ich hab mich wohl vertan, das ist ein Weibchen!"

Und so wurde aus Hektor also Hektoria.

Erfolglose Trennungsversuche

Theoretisch waren es noch ca zwei Wochen bis zu Hektorias Geschlechtsreife, doch so sicher soll man sich bei so was nicht unbedingt sein.

Was allen Anwesenden nun gar nicht gefiel, war der Entschluss die beiden wenigstens nachts schon mal zu trennen. Tagsüber sollten sie unter Aufsicht noch zusammen dürfen. Doch dieser Plan wurde schon nach zwei Nächten zerstört… und zwar von Hektoria. Sie hat einfach den Terrariumdeckel durchnagt.

Das Glück im Unglück war in diesem Fall, dass Hannibal sowieso schon auf der Kastrationsliste des Tierheim Tierarztes stand. Aufgrund der Umstände wurde seine Kastration dann vorgezogen.

Einzug ins neue Heim

Nachdem Hannibal seine Kastration und das Fädenziehen erfolgreich überstanden hatte, machten wir uns an die Arbeit ein Neues, Sicheres und vor allem Artgerechtes zu Hause für Hektoria und Hannibal zu errichten.

Als ich damals auf der Suche nach Gesellschaft für Hektoria war erntete ich oft, statt der gesuchten Hilfe, Kritik an der Terrariumhaltung. Darum sei an dieser Stelle noch Mals erwähnt, dass mir durchaus bewusst ist, dass Ratten nicht in Terrarien gehören. Hektoria kam damals unfreundlicherweise unangekündigt. So spontan und auch nur für die erste Zeit, genügt auch mal eine nicht ganz perfekte Unterbringung, insofern das Tier nicht offensichtlichen Gefahren ausgesetzt wird.

Hier findet ihr nun eine Galerie von allen Gehegen, die Hekki und Hanni bisher bewohnten.

Los gehts ->

Eine schöne Zeit findet ihr Ende

Hektoria und Hannibal bildeten ein wahres Dream-Team. Hannibal als absolute Rampensau, ermöglichte Hektoria somit stets im Hintergrund zu bleiben.

Ende 2011 erlitt Hannibal dann einen Schlaganfall (Diagnose des Tierarztes nach eingehender Untersuchung).
Die ja eigentlich bei einer Mittelohrentzündung typische Kopfschieflage kam angeblich von einem Gehirntumor. Die erste Zeit kam Hannibal auch bestens damit zurecht und nahm weiterhin am Leben teil. Doch dann, von heute auf Morgen, wollte er sich nicht mehr bewegen und verweigerte auch Nahrung. So entschlossen wir uns schweren Herzens, ihn einschläfern zu lassen.

Als Andenken an ihn und die Zeit mit ihm folgen nun einige Impressionen.

Um auch Hannibal noch entsprechend zu würdigen, hier noch einige Bilder nur von ihm.

Hektoria lebt weiter

Auch wenn wir Hannibal sehr vermissen, so ist Hektoria noch da und erfreut uns tag täglich mit ihrer Anwesenheit.

Leider war es nun noch schwieriger Gesellschaft für Hektoria aufzutreiben und so verging immer mehr Zeit, bis wir die aktive Suche letztlich aufgegeben haben.

Es tut mir für Hektoria leid, dass sie nun keinen Artgenossen mehr hat und sollte plötzlich jemand mit einer etwa gleich Alten und zu Hektoria passenden Ratte vor mir stehen, würde ich das sicherlich probieren. Doch bis dahin muss ihr unsere Gesellschaft wohl oder übel genügen.

Es folgen nun noch einige Fotos aus Hektorias Jugend:

Und noch weitere Impressionen von Hektoria:

R. I. P.

Nach knapp über drei Jahren, am 4. August 2013, verlies Hektoria uns und ihren derzeitigen Körper.

Ich wünsche ihr Liebe, Glück und Hoffnung für ihr neues Leben!

Sie wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen behalten!